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Psychologen gibt es viele in Hamburg

Suchst du einen Psychologen in Hamburg? Dann solltest du die Unterschiede vom Psychologen bis zum Coach kennen.



Mit über 9.000 Studierenden ist Psychologie einer der größten Fachbereiche an der Universität Hamburg. Jährlich verlassen also mehrere hundert Absolventinnen die Universität und dürfen sich fortan Psychologe oder Psychologin nennen. Suchst du also nach einer ganzheitlichen Begleitung, wird es dir eher schwer fallen unter den Psychologen in Hamburg fündig zu werden. Sie haben zwar ein Fachstudium absolviert, allerdings in der Regel wenig bis keine Praxiskenntnisse oder praktische Ausbildung abgeschlossen.


Seit 2020 können sich Studierende nach dem Bachelor-Abschluss in Psychologie für einen Master in Psychotherapie entscheiden. Das ist ein neuer Weg, um nach dem Studium psychotherapeutisch tätig zu werden. Eine Alternative ist eine weitgehend mehrjährige Ausbildung, in denen die Anwärterinnen und Anwärter nicht bezahlt werden, sondern die Kosten selbst tragen müssen. Der Heilpraktiker für Psychotherapie ist eine weitere Möglichkeit, eine Heilerlaubnis zu erlangen. Psychotherapeutinnen und -therapeuten haben sich in ihrer Ausbildung für einen Fachbereich entschieden: zum Beispiel Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologie. Nur Psychotherapeutinnen und -therapeuten dürfen Menschen behandeln, bei denen eine psychische Erkrankung diagnostiziert wurde. Nicht jede Person, die Psychotherapie anbietet, hat auch einen Kassensitz. Diese sind in Deutschland nur sehr begrenzt und entsprechen aktuell leider nicht ansatzweise der Nachfrage. 


Im Gegensatz zu Psychologen oder Psychotherapeutinnen kann sich jeder Coach nennen. Die meisten werden zwar ehrliche und tolle Menschen sein und eine fundierte Ausbildung abgeschlossen haben, die Verwendung des Begriffs ist aber nicht gesetzlich geregelt. Das betrifft natürlich damit auch die Begriffe Life Coach, Business Coach oder Selflove Coach – hier ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ich selbst habe mich schon häufig gefragt, ob ich mich als Coach in Hamburg bezeichnen möchte. Mir ist schon in vielen Gesprächen eine Müdigkeit gegenüber den vielen Coaches begegnet, die in den letzten paar Jahren aufgetaucht sind. Trotzdem bin ich (bisher) dabei geblieben. Denn die meisten können sich mittlerweile etwas unter einem Coach vorstellen. Ihnen ist klar, dass sie keine Beratung, wie etwa bei einem Ernährungsberater, einkaufen, sondern sich in einen persönlichen Prozess mit Begleitung begeben. Wir Coaches regen dich an, Ziele zu setzen und geben dir konkrete Tools an die Hand, wie du diese erreichst.


Leider sind in diesem Bereich viele Begriffe nicht geschützt. So ist das Angebot zwar vielfältig, allerdings macht es das auch schwer, dir einen Überblick zu verschaffen. Suchst du eine Begleitung auf deinem Transformationsweg, macht es natürlich Sinn, nach abgeschlossenen Ausbildungen zu fragen, allerdings darfst du den persönlichen Aspekt nicht unterschätzen. Nutze das Erstgespräch, das die meisten Begleiterinnen und Begleiter kostenlos anbieten, um zu schauen, ob du dich von deinem Gegenüber verstanden fühlst. Nur wenn sich ein Gefühl der Stimmigkeit einstellt, solltest du dich für eine Zusammenarbeit entscheiden.


Meine Tipps für dein Erstgespräch mit einem Psychologen, einer Therapeutin oder Coach:

  • Werde dir bewusst, weshalb du dich jetzt für eine Begleitung entscheidest.

  • Was wünschst du dir von der Begleitung?

  • Wie fühlst du dich im Idealfall während und nach dem Gespräch?

  • Sprich mit Freunden oder Familie über deine Suche und lass dich von ihnen unterstützen. 


Hast du Fragen zum Thema? Dann schreib mir sehr gern.


 

Häufig gestellte Fragen:


Wie viel kostet eine Sitzung bei einem Psychologen?

Die Kosten für eine Sitzung bei einem Psychologen können je nach verschiedenen Faktoren variieren, darunter:

  1. Standort: Die Kosten können je nach Region unterschiedlich sein, da die Lebenshaltungskosten und die Nachfrage nach psychologischen Dienstleistungen variieren.

  2. Qualifikation des Psychologen: Psychologen mit fortgeschrittenen Abschlüssen, spezialisierten Zertifizierungen oder umfangreicher Erfahrung können höhere Honorare verlangen.

  3. Art der Therapie: Die Kosten können je nach Art der Therapie variieren, sei es Einzeltherapie, Paartherapie, Familientherapie oder Gruppentherapie.

  4. Versicherung: Wenn der Psychologe von Ihrer Krankenversicherung abgedeckt ist, können die Kosten möglicherweise durch Ihre Versicherung gedeckt werden. Andernfalls müssen Sie möglicherweise die Kosten selbst tragen.

Im Allgemeinen können die Kosten für eine Therapiesitzung bei einem Psychologen in Privatpraxis irgendwo zwischen 50€ und 200€ oder mehr pro Stunde liegen. Es ist wichtig zu beachten, dass der Preis nicht unbedingt die Qualität der Therapie widerspiegelt, da die Beziehung zwischen Therapeut und Klient sowie die Passform zwischen Therapieansatz und den Bedürfnissen des Klienten ebenfalls entscheidend sind. Es kann auch hilfreich sein, nach einem Psychologen zu suchen, der eine kostenlose Erstkonsultation anbietet, um zu sehen, ob die Chemie stimmt.


Wird der Psychologe von der Krankenkasse bezahlt?

In Deutschland, einschließlich Hamburg, werden psychologische Dienstleistungen in der Regel von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, wenn sie von einem approbierten Psychologischen Psychotherapeuten erbracht werden. Die Kostenübernahme ist jedoch an bestimmte Bedingungen gebunden. Dazu gehört oft eine ärztliche Überweisung und die Erfüllung bestimmter Diagnosekriterien.


Bei einer privaten Krankenversicherung kann die Deckung von psychologischen Dienstleistungen variieren und ist an die Bedingungen des Versicherungsplans geknüpft. Einige private Versicherungspläne bieten eine umfassendere Abdeckung für psychologische Behandlungen, während andere möglicherweise Einschränkungen oder Selbstbeteiligungen haben.


In jedem Fall ist es ratsam, sich vor Beginn einer Therapie über die Deckung von psychologischen Dienstleistungen bei Ihrer Krankenversicherung zu informieren und gegebenenfalls weitere Fragen direkt mit ihnen zu klären.


Wie komme ich an einen Therapieplatz in Hamburg?

Vorweg gesagt: aktuell ist die Nachfrage größer als das Angebot, deshalb ist es wichtig Geduld mitzubringen. Lass dich nicht entmutigen und überlege dir, ob es vielleicht als Überbrückung oder generell eine Alternative anstelle eines Psychotherapeuten für dich gibt.


Folgende Maßnahmen kannst du ergreifen:

  1. Kontaktiere deine Hausarztpraxis: Hausärzte haben in der Regel einen Überblick über verfügbare Therapeuten in der Nähe. Sie sind auch zuständig für die Überweisung an einen psychologischen Psychotherapeuten, die die Krankenkasse von dir bei der Kostenübernahme fordert.

  2. Starte über das Psychotherapeuten-Suchportal der Kassenärztlichen Vereinigung: Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg bietet ein Online-Portal an, über das du nach Psychologischen Psychotherapeuten in deiner Nähe suchen können. Du kannst dort nach bestimmten Therapieverfahren filtern und ob sie Kassenpatienten oder Privatpatienten behandeln.

  3. Kontaktiere psychotherapeutische Praxen direkt: Im Gespräch erfährst du am besten, ob die Praxis für dich das richtige ist, sie freie Termine haben oder es eine Warteliste gibt.

  4. Suche nach Beratungsstellen und gemeinnützigen Organisationen: Es gibt verschiedene Beratungsstellen und gemeinnützige Organisationen in Hamburg, die psychologische Beratung und Therapie anbieten. Diese können eine kostengünstige oder kostenlose Option sein, insbesondere für Menschen mit begrenzten finanziellen Mitteln. Der Zuhörkiosk „Das Ohr“ an der U-Bahn-Station Emilienstraße bietet zwar keine Behandlung aber ein offenes Ohr. Wenn du in der Wartezeit eine Person brauchst, die dir einfach nur zuhört, ist der Zuhörkiosk also eine gute Adresse für dich.



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