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Ayurveda, Yoga, moderne Psychologie – wie passt das zusammen?

Aktualisiert: 8. Mai

Ich werde häufig gefragt, wie es dazu kam, dass ich mich in diesen drei Richtungen - Ayurveda, Yoga und Psychologie - weitergebildet habe. Bei näherem Betrachten wird aber deutlich: es handelt sich nicht um unterschiedliche Richtung, sondern parallel verlaufende Lehren. 



Friedlicher Krieger auf einem Plateau in Sri Lanka


Ayurveda: Die Lehre des Lebens


 

Was ist Ayurveda kurz erklärt?

Ayurveda bedeutet übersetzt aus dem Sanskrit "die Lehre des Lebens". Sie fasst zusammen, wie wir gut leben, wie Krankheit entsteht und wie wir gesund bleiben können. Praktiziert wird Ayurveda seit vielen tausenden Jahren und ist seit den 1970er Jahren ein anerkanntes medizinisches System.


 

Ayurveda ist vielen meiner Klient:innen zunächst bekannt aus dem Wellnessbereich. Ayurveda-Massagen werden mittlerweile in vielen Spas und Fitnesszentren angeboten. Massagen sind aber nur ein sehr kleiner Bereich der ayurvedischen Lehre. Ayurveda ist ein medizinisches System, das im heutigen Indien seit Jahrtausenden praktiziert wird. Das Besondere an der Ayurveda-Medizin ist die ganzheitliche und individuelle Betrachtung des Patienten, der Patientin, im Gegensatz zur konventionellen Medizin, die vorrangig symptomfokussiert arbeitet. Im Ayurveda würden drei Patient:innen mit ähnlichen Symptomen nicht gleich behandelt werden. Denn Grundlage im Ayurveda sind die drei Doshas, auch als Körpertypen bekannt: Vata, Pitta und Kapha. Indem wir unseren persönlichen Körpertypen kennenlernen, verstehen wir auch, wie wir besser für uns selbst sorgen können. Die Selbstfürsorge zieht sich durch alle Bereich des Lebens: Schlaf, Bewegung, Ernährung, Entspannung, Arbeit.


 

Für was hilft Ayurveda?

Mit Ayurveda lernen wir also nicht nur, die Ursache für unsere Symptome wie Rückenschmerzen, Migräne oder einen Blähbauch zu behandeln, sondern wir lernen uns selbst besser kennen. Ayurveda leitet uns an, in die Selbstbeobachtung zu gehen. Was tut dir gut? Was nicht? Deine Symptome werden zu Wegweisern auf dem Pfad zu einem zufriedenen Leben.


 

Yoga: mehr als eine Bewegungsform


Ayurveda und Yoga sind Schwesterwissenschaften. Wer sich mit einer beschäftigt, landet früher oder später bei der anderen. Die Yoga-Praxis kann als Teil eines Lebensweges zu mehr Selbsterkenntnis betrachtet werden. Yoga aus dem Sanskrit, der alten indischen Sprache, übersetzt bedeutet Einheit. Für mich bedeutet das Einheit mit mir Selbst und meinem Platz in dieser Welt. Persönlich sehe ich es als höchstes Ziel, durch die Yoga-Praxis alle inneren und äußeren Ablenkungen auszublenden und so tiefer gehen zu können. Asana, die physische Yoga-Praxis, ist darin nur ein Teil des achtgliedrigen Pfades nach Patanjali. Erst wenn wir das Vertrauen aufgebaut haben, tiefer zu gehen, können wir unsere Muster erkennen, beobachten und sie so nach und nach überwinden. Für ein freieres und wahrhaftigeres Lebensgefühl.


Was kann moderne Psychologie dazu noch beitragen?


Die Konzepte aus der modernen Psychologie übersetzen viele Vorstellungen aus dem Ayurveda und Yoga in unsere heutige Lebenswelt. Ein Beispiel ist die Idee der drei Gunas: Sattva, Rajas und Tamas. Die drei Gunas beschreiben verschiedene Qualitäten unseres Lebens: in unserem Verhalten, unseren Gefühlen und unseren Taten. Rajas steht für Bewegung, Veränderung, Dynamik. Tamas für Stillstand, Inaktivität, Ruhe. Sattva ist die Balance dazwischen: Friede, Freude und Harmonie. Die drei Gunas lassen sich in das Konzept des Toleranzfensters aus der Psychologie übersetzen. Unser Nervensystem hat einen Rahmen, ein Toleranzfenster, für Reize und Gefühle, die es aushalten kann (Sattva). Über diesem Fenster befindet sich der Bereich der Überaktivierung (Rajas), darunter der Freeze-Mode (Tamas). Wir bewegen uns immer in einer Welle durch dieses Toleranzfenster. Wir müssen lernen, wie groß unser Toleranzfenster ist und wie wir gesund durch diese Wellen des Lebens navigieren können.


Dreiklang für eine ganzheitliche Betrachtung


Ich beschäftige mich mit allen drei Wissenschaften, zusammen erlaubt es mir eine tiefere Erkenntnis darüber, was es bedeutet Mensch zu sein. Ich öffne den Raum für dich, in deiner ganzen Vollkommenheit, mit all deinen Themen da zu sein.

 

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